Der Schultenhof in Dortmund Lücklemberg
Der
Ursprungshof der Lemberger Bauernschaft war von alters her der Schultenhof
als Eigentum der
Kommende Brackel des Deutsch-Ritter-Ordens. Der Hof war bereits vor 600
Jahren im dortigen Güterverzeichnis
aufgeführt. Es ist nicht bekannt, ob der Ritterorden den Hof
Schulte-Lemberg käuflich erwarb, oder ob der Bauer seinen Hof als
fromme Schenkung übergeben hatte, wie es zur Zeit der Kreuzzüge üblich
war. Es ist sehr
wahrscheinlich, dass der Hof vor der Übereignung an die 1290 gegründete
Ordenskommende freies Eigentum der Bauern war.
Der
Hof am Kramberg wurde zu einer bedeutenden Etappenstation für
durchreisende Ritter. Bei einer gerichtlichen Feststellung vom 18.
Juli 1561 werden die zum Schultenhof gehörenden Grundstücke
als des „Compturs lenderie“ bezeichnet und gehören somit
endgültig dem Orden. Am
24. April 1809 hob Napoleon des Deutsch-Ritter-Orden auf. Der Hof
wurde zur Franzosenzeit Staatseigentum des Großherzogtums Berg.
Nach den napoleonischen Kriegen fiel der Besitz 1815 an den preußischen
Staat.
Noch im
Jahr 1828 wird der Schultenhof als preußisches Domänengut geführt.
Er wird seit langem nicht
mehr landwirtschaftlich genutzt. Die Gebäude gehören der Familie
Becker.
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| Ein
typischer Ritter des Deutschen Ordens auf dem Weg vom Heiligen Land über den Lücklemberger Schultenhof ins Baltikum. |